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Gefährlicher Boom: Smartphone am Steuer ist Unfallursache Nummer 1

02.05.2018

Bei fast jedem dritten aller tödlichen Unfälle und 130 Verkehrstoten im Jahr ist Ablenkung die Ursache und hat damit Alkohol als Risiko Nummer Eins im Straßenverkehr abgelöst.

Als besondere Gefahrenquellen gelten der Gebrauch von Navi und Bordcomputer, vernetzte Musikabspieltechnik und das Telefonieren – vor allem ohne Freisprechanlage.

„Am Handy tippen ist ungefähr so, als würde der Autofahrer während der Fahrt für ein paar Sekunden die Augen schließen“, warnen Verkehrsexperten, „und diese Gefahr zweifelt wohl kaum jemand an. Wer bei 50 km/h drei Sekunden auf das Mobiltelefon statt auf die Straße schaut, ist in dieser Zeit fast 42 Meter im Blindflug unterwegs. Bei fünf Sekunden sind es schon fast 70 Meter.“

Moderne Komforttechnik im Auto macht oft glauben, dass das Autofahren quasi nebenbei erledigt werden könne. Die Konsequenzen derart überschätzter Multitasking-Fähigkeit sind aber im Straßenverkehr oft fatal.

Ausgesuchte heimische Versicherer belohnen Autofahrer, die am Steuer auf ihr Handy verzichten. Eine App erkennt alle Fahrten, die Verwendung des Smartphones und gibt Auskunft darüber, wie lange man sein Handy während des Fahrens nicht benutzt. Nach einer Fahrt senden eine spezielle Sicherheitsbox und die App die Fahrtdaten an einen Server, der die reine Fahrzeit mit dem Handyverzicht abgleicht. Die Prämienersparnis beginnt zu wirken, sobald die App mehr als 50% der Fahrten ohne Handynutzung registriert. Wer beim Autofahren aufs Handy verzichtet, zahlt im besten Fall nur die halbe Haftpflichtprämie.