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Managerhaftung: Welcher Geschäftsführer kontrolliert schon Führerscheine

21.04.2017

Diese Erfahrung machte der Geschäftsführer einer Computer- und EDV-Handelsfirma, der einen Servicetechniker und einen Lehrling in eine rund 30 Kilometer entfernte Kleinstadt schickte, um dort die neuen Büros eines Autozulieferers komplett mit Hard- und Software auszustatten. Auf der Fahrt zum Kunden kam das Duo in einer gefährlichen Kurve mit dem firmeneigenen Lkw ins Schleudern und stürzte in einen Fluss, wo der LKW zur Hälfte versank. Der Lehrling erlitt schwere Verlegtzungen, der Lenker kam mit dem Schecken davon. der Lkw und die Ladung, vorwiegend Laptops und PCs, Monitore, Kopiergeräte und Drucker, wurden fast vollständig zerstört.

Zu allem Unglück stellte sich heraus: Der Servicetechniker hatte dem Geschäftsführer verheimlicht, dass er nach einem alkoholbedingten Crash mit seinem privaten Auto seinen Führerschein abgeben hätte müssen und daher unbefugt mit dem Firmenfahrzeug unterwegs gewsen war. Der Geschäftsführer hatte zudem verabsäumt, in den firmeninternen Richtlinien für die Benützung von Firmenfahrzeugen darauf hinzuweisen, dass der Verlust der Lenkerberechtigung von jedem Mitarbeiter sofort zu melden sei.

Die Folgen waren fatal. Die Kaskoversicherung verweigerte wegen Obliegenheitsverletzung die Schadenszahlung, eine Transportversicherung hatte der Geschäftsführer nicht abgeschlossen. So traf ihn sowohl der Totalschaden am Lkw als auch der Sachschaden an den teueren EDV-Geräten. Denn Geschäftsführer haften dem Unternehmen gegenüber für jeden Schaden, den sie durch rechtswidriges oder schuldhaftes Verhalten verursachen - und zwar unbegrenzt und mit ihrem Privatvermögen.

Ein Blick in die Statistiken der Berichte zeigt: Die Wahrscheinlichkeit, für falsche oder unterlassene Entscheidungen verantwortlich gemacht zu werden, steigt. Ob Gläubiger im Insolvenzfall, die Eigentümer oder der Aufsichtsrat des eigenen Unternehmens, Kunden oder Steuerbehörden - sobald es um die Missachtung der gebotenen Sorgfaltspflicht des Geschäftsführers geht, sind seitens der Geschädigten Klagen rasch zur Hand. Zu den häufigsten Fehlern zählen Fristversäumnisse, die Verschleppung des Konkurses, mangelnde Buchführung, unzureichendes Riskonagement und unternehmerische Fehleinschätzungen.

Die Directors & Officers Versicherung (D&O) deckt Haftpflichtansprüche gegen Unternehmensleiter, Vorstände und leitende Angestllte. Die Deckung kann entweder nur Ansprüche Dritter umfassen oder auch Ansprüche des Unternehmens selbst. Eine professionelle Risikoanalyse garantiert uneingeschränkten Versicherungsschutz. Fragen Sie uns, wir beraten Sie gerne!